Wie sieht mein Zuhause in zehn Jahren aus? In Zeiten von Unsicherheit und Krieg ist dies eine Frage, die Mut erfordert. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums An der Stenner haben gemeinsam mit ihrer Partnerschule, der Schule Nr. 5 aus Ternopil (Ukraine), genau diese Herausforderung angenommen. Das Ergebnis ist ein beeindruckender Kunstkalender für das Jahr 2026, der am vergangenen Freitag in einer feierlichen Zeremonie vorgestellt wurde.
Ein emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war die Live-Schaltung direkt in die Ukraine. Trotz der Distanz und der schwierigen Umstände konnten die Schulleiterin aus Ternopil, Oksana Pohorila, und ihre Stellvertreterin Olha Marynina gemeinsam mit den ukrainischen Nachwuchskünstlern an der Feier teilnehmen. In bewegenden Worten teilten die Jugendlichen ihre Gedanken zu den Bildern mit den Gästen in Iserlohn und machten deutlich: Dieses Projekt ist weit mehr als nur ein Kalender – es ist ein Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt.
Die Bedeutung des Projekts unterstrich auch die Gästeliste in Iserlohn. Neben Bürgermeister Michael Joithe wohnten auch der Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak sowie die Landtagsabgeordneten Thorsten Schick und Silvia Olbrich der Übergabe bei. Sie zeigten sich sichtlich beeindruckt von der kreativen Tiefe der Werke.
„Der Kalender symbolisiert das gemeinsame Engagement für eine positive und inspirierende Zukunft“, so die Organisatoren.
Wer sich selbst ein Bild von den Visionen der Jugendlichen machen möchte, hat dazu ab sofort die Gelegenheit: Die einzelnen Kalenderblätter sind in der Stadtbücherei Iserlohn ausgestellt. Frau Budde, Vertreterin der Bücherei, lud alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, die Werke „hautnah“ zu erleben. Zudem kann der Kalender auch im Stadtmarketing am Stadtbahnhof Iserlohn und im Sekretariat des Gymnasium An der Stenner erworben werden.
Das Beste kommt zum Schluss: Die Zusammenarbeit endet nicht mit dem Druck des Kalenders. Noch in diesem Jahr ist ein weiterer Besuch der ukrainischen Schülerinnen und Schüler in Iserlohn geplant. Dank gesicherter finanzieller Unterstützung steht dem persönlichen Kennenlernen und dem weiteren kulturellen Austausch nichts mehr im Wege. Ein starkes Zeichen für eine Freundschaft, die Grenzen und Krisen überwindet.
